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Mailabsender gesucht!

(Erledigt) Vor kurzem erhielten wir eine Mail von einem Nutzer, der interessante Vorschläge zur Farbgestaltung der Tabelle in der Werkbesprechung Toccata und Fuge d-moll (“dorische”) / BWV 538 unterbreitete. Doch leider stimmte die angegebene Mailadresse des Absenders nicht, so dass bislang keine Kontaktaufnahme möglich war. Der betreffende Nutzer mit den Initialien F. S. möge sich daher bitte noch einmal mit der korrekten Mailadresse an uns wenden. Vielen Dank!

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Entstehungszeit: Arnstadt (Weimar?)

Das Präludium wird von einem Pedalsolo eröffnet, dessen Anfang folgendermaßen lautet:

bwv549-1

Mit dem Eingangsmotiv des Pedalsolos arbeitet Bach im anschließenden Manualteil weiter (das Pedal beschränkt sich derweil auf Stützbässe), verliert sich dann aber schnell in improvisatorischen Fortspinnungen von der Art, wie sie damals weit verbreitet waren: Akkordfortschreitungen im Abstand von meist Halbnotenwerten werden jeweils in einer der vier Stimmen durch verbindende, weiterleitende Sechzehntelfiguren belebt. Im Gegensatz zu den “solider” gearbeiteten Vorbildern Bachs (z.B. Pachelbel und Buxtehude) nimmt es der junge Komponist mit der Vierstimmigkeit aber nicht so genau und wird gern einmal etwas vollgriffiger, besonders natürlich bei den angelpunktartigen Akkordschlägen in den Takten 21 und 24.

Das Thema der Fuge

bwv549-2

ist –ein Kennzeichen fast aller frühen Bachfugen– in seiner periodisch geordneten Liedhaftigkeit viel profilierter und bedeutungsvoller als das, was in dieser Zeit sonst zu Fugen verarbeitet wurde. Zwar grundsätzlich auf Vierstimmigkeit angelegt, beschränkt sich die Fuge de facto fast immer auf drei oder gar nur zwei Stimmen; aus spieltechnischen Gründen – Bach vermeidet bei seinen frühesten Stücken echt obligates Pedalspiel – läßt der Pedaleinsatz lange auf sich warten: dafür hat er mit dem neunten Themeneinsatz der Fuge auch das letzte Wort. Im selben Moment ist die obligat polyphone Arbeit des Stückes zuende: das Manual bringt zum Pedal nur noch vollgriffige Akkorde, dann folgt schon der Übergang in einen feurig-wirkungsvollen Tokkatenschluß (ein Formmittel, das Bach oft und auch noch lange Zeit später in seinen Fugen verwendet hat).

Vom satz- und spieltechnischen Befund her möchte man das Werk zu den frühen, in Arnstadt entstandenen zählen. Die Diktion klingt andererseits mehr als in anderen frühen Orgelwerken schon ausgesprochen “bachisch”. Vielleicht deswegen wird das Werk von einigen in die Weimarer Zeit gelegt. Es existiert übrigens auch in einer d-moll-Fassung, die kleine textliche Varianten bietet; die c-moll-Version gilt als die endgültige, vor allem am Schluß bessere.

by-sa

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