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Mailabsender gesucht!

(Erledigt) Vor kurzem erhielten wir eine Mail von einem Nutzer, der interessante Vorschläge zur Farbgestaltung der Tabelle in der Werkbesprechung Toccata und Fuge d-moll (“dorische”) / BWV 538 unterbreitete. Doch leider stimmte die angegebene Mailadresse des Absenders nicht, so dass bislang keine Kontaktaufnahme möglich war. Der betreffende Nutzer mit den Initialien F. S. möge sich daher bitte noch einmal mit der korrekten Mailadresse an uns wenden. Vielen Dank!

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Durch eine Fehlkonfiguration des Webseiten-Backends nach einer Umstellung der PHP-Umgebung auf dem Server war bachs-orgelwerke.de vom 06. bis zum 08.02.2017 nicht erreichbar. Wir bitten, die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen!

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Alle Werkbesprechungen lassen sich nunmehr zusammen in einer Datei einschließlich des Einführungstextes zu diesem Projekt herunterladen.

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Entstehungszeit: Arnstadt

Anfang und formbildender Hauptgedanke (Motivkette):

1a) zweimal, jeweils eine Oktave tiefer wiederholt,

bwv568-1

1b) dann im Pedal:

bwv568-2

1c) Es folgt in variierenden Versionen

bwv568-3

2) Weitere, durch wiederholte Verwendung formbildende Motive:

bwv568-4

3) Viertel-Akkordfolgen in den Takten 26, 32, 25 und 56.

Das 57 Takte lange, in manchem an Böhms Manier orientierte Stück gehört dank seiner musikalisch und formal schon recht “erfahrenen” Disposition zu den überzeugendsten Orgelwerken des noch ganz jungen Bach. Innerhalb dieser Werkgruppe muß es deshalb zu den weniger frühen Arbeiten gerechnet werden. Musikalisch besticht es durch fließenden Schwung und lebensfrohe Laune. Auch wenn es beim ersten Hören wie eine ganz ungezwungene Improvisation wirken mag, sind doch Diktion und Form klar geordnet. Der Anfangsgedanke (Motive 1 a+a+a+b+c, s.o.) kehrt ab Takt 44 – durch Nebenstimmen bereichert und verschleiert – zum Schluß des Stückes reprisenartig wieder und schafft dadurch eine gewisse Dreiteiligkeit der Form. Doch bildet diese Motivkette, mehr oder weniger vollständig zitiert, auch im übrigen Verlauf des Stückes Angelpunkte: so gleich Takt 8ff. als wörtliche Wiederholung des Anfangs in der Dominanttonart D-Dur, ferner in den Takten 23ff. und 27f. Das in der Mitte des Stückes (Takt 36) erstmalig zu Wort kommende Motiv 2) erscheint noch einmal über dem Schlußorgelpunkt des Pedals in der Subdominanttonart C-Dur.

Als spieltechnischen Glanzpunkt setzt Bach die Takte 16-20: zu vollgriffigen Manualakkorden wird eine virtuos-solistische Pedalpartie entrollt, um die bereits nicht unerheblichen spielerischen Möglichkeiten des jungen Musikers ins rechte Licht zu rücken. Typisch für solche bewegten Pedalstellen beim frühen Bach: das Manual wird durch nicht-polyphonen, akkordlichen Satz spieltechnisch leicht gehalten.

Interessant, wie in den Takten 26, 32 und 35 der dahinrauschende Fluß der Sechzehntelnoten, welcher den Charakter des übrigen Stückes bestimmt, durch ruhige, wie ein Atemschöpfen wirkende Akkordfolgen in Viertelwerten unterbrochen wird; formale Abrundung erfährt der Einfall dadurch, daß er im vorletzten Takt, noch nach dem Orgelpunkt, abschließend aufgegriffen wird.

by-sa

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