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Mailabsender gesucht!

(Erledigt) Vor kurzem erhielten wir eine Mail von einem Nutzer, der interessante Vorschläge zur Farbgestaltung der Tabelle in der Werkbesprechung Toccata und Fuge d-moll (“dorische”) / BWV 538 unterbreitete. Doch leider stimmte die angegebene Mailadresse des Absenders nicht, so dass bislang keine Kontaktaufnahme möglich war. Der betreffende Nutzer mit den Initialien F. S. möge sich daher bitte noch einmal mit der korrekten Mailadresse an uns wenden. Vielen Dank!

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Entstehungszeit: Weimar

Von den Instrumentalkompositionen des jung verstorbenen Weimarer Prinzen Johann Ernst (1696-1715) hat Bach während seines zweiten Weimarer Aufenthaltes vier für Orgel und Cembalo übertragen (BWV 592/592a, 982, 984/595 und 987). Prinz Johann Ernst, dessen Musik Telemann und Mattheson schätzten, war seit Sommer 1713 Kompositionsschüler des Bachvetters Johann Gottfried Walther (1684-1748), der ab 1707 in Weimar als Stadtorganist ansässig war. Die vier Stücke des Prinzen, die Bach übertragen (dabei teilweise zugleich be- und überarbeitet) hat, fügen sich in eine ganze Reihe solcher ab 1714 entstandener Transkriptionen ein, zu denen möglicherweise der Prinz selbst Anstoß und Anregung gab (für die Orgel vgl. die drei Vivalditranskriptionen BWV 593, 594 und 596).

Das G-Dur-Konzert war ursprünglich für Violine, Streicher und Basso Continuo konzipiert; mit seiner freundlich-ungezwungenen Melodik und Versiertheit nimmt es spontan für sich ein.

Der 1.Satz verarbeitet in seinen Tutti-/Hauptsätzen (original dem Oberwerk zugewiesen) das muntere Thema

bwv592-1

sowie das aufsteigende Sequenzmotiv

bwv592-2

Die dem Rückpositiv zugewiesenen Seitensätze bewegen sich in triolischen Rhythmen; der 1., 3. und 4. Seitensatz beginnt mit dem Thema

bwv592-3

Auch der mit “Grave” überschriebene 2.Satz ist zweimanualig. Das original “piano” zu registrierende Oberwerk beginnt mit einem typischen punktierten Unisono, das auch den Satz abschließt:

bwv592-4

In Takt 6 setzt das “forte” zu registrierende Rückpositiv ein:

bwv592-5

Später begleiten Oberwerk und Pedal das zweistimmig geführte Rückpositiv.

Der “Presto” titulierte 3.Satz ist sozusagen musikalisches Schaumgebäck. Thematisch-motivisch besteht er in den Haupt- und Seitensätzen aus kaum mehr als den typischen Dreiklangsfigurationen und -brechungen der Vivaldi-Ära. Formal mühelos zu verfolgen, kann er aber – in der gebotenen raschen Wiedergabe – sehr “flott” wirken. Für Spritzigkeit sorgen die übermütigen Akkordstellen

bwv592-6

(so erstmals in Takt 41), sowie die mit 32teln angereicherte Sequenzfigur

bwv592-7

die erstmals in Takt 47 begegnet.

by-sa

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