Suche  

   

Neuigkeiten  

Mailabsender gesucht!

(Erledigt) Vor kurzem erhielten wir eine Mail von einem Nutzer, der interessante Vorschläge zur Farbgestaltung der Tabelle in der Werkbesprechung Toccata und Fuge d-moll (“dorische”) / BWV 538 unterbreitete. Doch leider stimmte die angegebene Mailadresse des Absenders nicht, so dass bislang keine Kontaktaufnahme möglich war. Der betreffende Nutzer mit den Initialien F. S. möge sich daher bitte noch einmal mit der korrekten Mailadresse an uns wenden. Vielen Dank!

Webseite war offline

Durch eine Fehlkonfiguration des Webseiten-Backends nach einer Umstellung der PHP-Umgebung auf dem Server war bachs-orgelwerke.de vom 06. bis zum 08.02.2017 nicht erreichbar. Wir bitten, die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen!

Downloads komplett in einer Datei

Alle Werkbesprechungen lassen sich nunmehr zusammen in einer Datei einschließlich des Einführungstextes zu diesem Projekt herunterladen.

Weiterlesen ...
   

Beliebte Schlagwörter  

   

Entstehungszeit: sehr früh (vor 1700?)

Das schwungvolle, aber völlig anspruchslose, in einer kürzeren von 31 und einer längeren Fassung von 45 Takten überlieferte Stück hat trotz massiver Zweifel an seiner Authentizität Eingang in den Ergänzungsband der Neuen Bach-Ausgabe von 2003 (NBA IV, 11) gefunden. Grund dafür ist seine Zuweisung an Bach im Kontext einer Handschrift aus dem Schülerumfeld Bachs, die zahlreiche echte Werke überliefert (die Fuge erscheint hier in ihrer erweiterten Form). Von Stilkriterien und der bescheidenen Qualität einmal abgesehen, ergibt sich eine Frühdatierung allein schon daraus, daß das Stück auch in einem Tabulaturbuch vorliegt, das ausnahmslos Ende des 17. Jhdts. entstandene Kompositionen bietet. So ist die Möglichkeit nicht auszuschließen, daß uns hier ein ganz früher kompositorischer Versuch des fast noch kindlich jugendlichen Bach vorliegt.

Einzelheiten zur längeren Fassung: Die vier Takte des fanfarenartigen Themas

bwv90-1

erklingen insgesamt achtmal, und zwar so, daß der Grundform des Themas in der Tonika dreimal seine sofortige Beantwortung auf der Dominante G folgt, worauf es jeweils mit einer kleinen Überleitung wieder in die Tonika zurückgeht. Auf den dann siebten Themeneinsatz in Takt 26 folgen vier frei gestaltete Takte mit einem nach dem vielen C- und G-Dur erfrischenden kleinen Ausflug nach d-moll. Aber mit dem letzten Themeneinsatz im Baß des Taktes 34 ist C-Dur bereits wieder erreicht und wird bis zum in freier Tokkatenmanier erreichten Schluß nicht mehr verlassen. Gleichzeitig entfaltet sich die bis dahin dreistimmig gestaltete Musik zu schlußvorbereitender Vierstimmigkeit. Pedalgebrauch ist nur im Zusammenhang mit dem Orgelpunkt ab Takt 42 und der folgenden Schlußkadenz denkbar.

Zur musikalischen Substanz des fast nur aus Dreiklangbrechungen, Tonrepetitionen, Skalen und simplen Akkordschlägen bestehenden Stücks läßt sich unter Verwendung des von Hermann Keller auf BWV 592/3 geprägten Bonmots lediglich sagen: es bietet “fröhlichen Lärm”.

by-sa

Dieser Text und die Notenbeispiele stehen unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz!

   
© ALLROUNDER